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Landeskirchliche Gemeinschaft Grevenbroich | Vom-Rath-Straße 2 | 41515 Grevenbroich
Gemeinde mittendrin
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Die Gemeinde Jesu ist nicht der Staat Israel  Die zwölf Stämme Israels waren immer mehr als eine religiöse Gemeinschaft. Sie hatte von Anfang eine  politische und gesellschaftliche Seite. Unter Mose und Josua war Israel ein Volk, und unter Saul, David und  Salomon ein richtiges Königreich wie es alle Staaten ringsum waren.  Das Gesetz Gottes umfasste von Anfang diese Aspekte. Es enthält nicht nur religiöse Vorschriften darüber,  wie man sich z. B. im Tempel zu verhalten hat. Es enthält auch ein Strafgesetzbuch und regelt die Folgen  von Diebstahl und Mord ebenso wie die von Ehebruch. Die Strafen reichen dabei von Wiedergutmachung  über Ausschluss aus der Gemeinschaft bis hin zum Tod durch Steinigung. Das Gesetz macht dabei deutlich, dass Gott alle Lebensbereiche durchdringen und heiligen möchte. Die  Gemeinde Jesu dagegen bildet von ihren Anfängen, wie sie im Neuen Testament beschrieben sind, bis  heute eine Vielzahl von Gemeinden. Sie erstrecken sich über die ganze Erde und leben hauptsächlich als  Minderheiten in den unterschiedlichsten Staats- und Regierungsformen. Die zivilrechtlichen Strafen, die im  Volk Israel galten, können also gar nicht in unsere Zeit übertragen werden. Der Kulturwandel tut dabei sein  Übriges. Die ethischen Vorstellungen eines modernen westeuropäischen Landes lassen sich mit den  Forderungen des Alten Testaments nicht in Einklang bringen. Und zwar nicht nur was das Thema  Steinigung betrifft, sondern auch in der Sexualethik und beim Thema Toleranz. Die Liebe ist die neue Motivation  Als Christen müssen wir uns auch gar nicht anpassen! Die „Gemeinde“ lebt ja nicht mehr „nach den  Satzungen der Welt“ (vgl. Kol 2,20). Ihre Ethik geht darüber hinaus. Die biblischen Text weisen nicht nur auf den Erlöser hin, sondern auch darauf, dass der Mensch erneuert werden kann durch ein neues Herz und  einen neuen Geist. Das sehen wir z.B. im Buch des Propheten Jeremia. Gott verspricht einen neuen Bund  und darin finden wir „das Gesetz, das in die Herzen geschrieben ist“ (Jer 31,31ff) und nicht mehr auf  steinerne Tafeln oder in Büchern. Unter diesen Voraussetzungen kann der Mensch sich noch radikaler den  Forderungen Gottes unterstellen und die Gebote Jesu halten: „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was  ich euch sage.“ (Joh 15) Das Leben unter den Heiden  Das heißt natürlich nicht, dass das leicht ist. Auch die Menschen, von denen wir im Alten Testament lesen,  mussten teilweise ihren Glauben im heidnischen Umfeld leben. Wir können sehr viel von Daniel und seinen  Freunden lernen. Aber auch von Nehemia, der trotz vieler Widerstände die Stadt Jerusalem neu aufbaute.  Ihr Glaube und ihr Mut zeigen noch mehr als alles „richtige“ Verhalten, wie man Gott in unserer Zeit ehrt.  Nicht durch das Einhalten von Gesetzen, sondern indem man sich Gott ganz anvertraut.
Die Rosinen aus der Bibel picken. (3.Teil) Startseite Unser Thema Über uns Galerie Links Kontakt Impressum