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Landeskirchliche Gemeinschaft Grevenbroich | Vom-Rath-Straße 2 | 41515 Grevenbroich
Gemeinde mittendrin
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Paulus, Apostel und Missionar, bat seine Geschwister in den Gemeinden immer wieder für ihn und seinen Dienst zu beten:   “Brüder und Schwestern, im Namen unseres Herrn Jesus Christus und bei der Liebe, die der   Heilige Geist schenkt, bitte ich euch inständig: Betet für mich zu Gott! Setzt euch in euren   Gebeten zusammen mit mir dafür ein, dass ich vor den Nachstellungen der Ungläubigen in Judäa   gerettet werde und das meine Hilfe für Jerusalem von den Gläubigen dort gut aufgenommen wird.   Dann kann ich, wenn Gott es will, voll Freude zu euch kommen und mich bei euch von den Mühen   erholen.”  (Röm 15,30-32) Paulus möchte, dass wir ernsthaft beten. Deshalb mahnt er die Gemeinde zu beten. So wie er sie auch ermahnt hat, sich  ganz Gott zur Verfügung zu stellen (vgl. Röm 12,1). Er ist sehr eindringlich, weil er weiß, wie wichtig das Gebet ist.  Deshalb ist seine Bitte - denn auch so könnte man das hier verwendete Wort übersetzen - nicht in eigener Autorität,  sondern “im Namen Jesu!”  Wir müssen beten. Wir sollen beten. Wir dürfen beten. Das passt bei Jesus alles zusammen. Wir sehen unsere Ohnmacht  und gleichzeitig seine Macht. Wir erkennen unsere Unzulänglichkeit und seine Gnade. Die Liebe, die der Heilige Geist uns  schenkt, lädt dazu ein. Wir sind also nicht unter einem Zwang, sondern weil das Gebet ein echtes Bedürfnis für uns ist.  Das Gebet, von dem Paulus hier schreibt, ist nötig für den Kampf, in dem er steht. Er bittet, “dass ihr mir kämpfen helft  durch eure Gebete” (V.30 bei Luther). Der Theologe D.A. Carson schreibt dazu: “In der westlichen Welt wird die  Gegenwart und Macht des Bösen kaum wahrgenommen. Das liegt zum einen an unserer christlichen Kultur, aber auch  daran, dass in unserer Kultur alles soziologisch, psychologisch und ökonomisch erklärt wird. Wir müssen aber die  geistliche Dimension des Kampfes wieder neu wahrnehmen! In einem solchen Kampf müssen wir lernen, die richtigen  Waffen einzusetzen.” Wir dürfen uns durch wissenschaftliche Erklärungen nicht täuschen lassen. Sie zeigen immer nur  einen Ausschnitt aus dem, was passiert. Die Wirklichkeit ist größer! Als Christen wissen wir, dass es auch eine geistliche  Realität gibt. Ihr begegnen wir nicht mit klugen Gedanken, sondern im Gebet. Wir erkennen sie nicht durch unsere  eigene Weisheit sondern durch die Offenbarung. Und deshalb können wir sie auch nicht einfach nur mit der richtigen  Strategie und guter Planung bekämpfen. Es braucht dazu das Gebet. Paulus bittet auch die Christen aus anderen Gemeinden, für ihn zu beten. Die “Ungläubigen” wollen verhindern, dass er  Erfolg hat. Paulus hat eine Geldspende aus Mazedonien und Achaja für die Gemeinde in Jerusalem dabei (vgl. V.26). Aber  viele lehnen seinen Dienst auch aus theologischen und kulturellen Gründen ab. Für sie kann ein Jude nicht an Jesus  glauben. Und ein frommer Jude kann auch nicht zu den Heiden gehen. Diesen Fragen stand man in Paulus´Tagen und in  seinem kulturellen Umfeld nicht einfach gleichgültig gegenüber, nein, man bekämpfte sie energisch. Und man fühlte sich  dabei auch noch im Recht.  Die Apostelgeschichte ist voll von Berichten über direkte Angriffe auf Paulus. Sie kommen von den Juden, die ihn für  einen Verräter von Glaube und Volk halten, aber auch von den Heiden, da er ihren “Frieden” stört. Auch heute ist es nicht  anders. Wir brauchen Fürbitte für unseren Dienst. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass unser Dienst überall auf  Begeisterung stößt. Menschen stören sich aus den unterschiedlichsten Gründen an dem, was wir tun. Einem ist die Musik  zu laut, ein anderer findet, dass Glaube Privatsache sei. Es gibt die, die uns für Spinner halten, und jene, die in uns eine  Bedrohung sehen. Deshalb ist es gut, wenn wir für den Dienst unserer Gemeinde beten, damit die , die ihn tun “vor den Ungläubigen  gerettet werden” und bei den “Heiligen willkommen sind”. Euer Jürgen.                                                                                                                            
Dienst braucht Gebet - Warum es Gemeinde ohne Gebet nicht geben kann. Startseite Unser Thema Über uns Galerie Links Kontakt Impressum