Unser Thema
Gemeinde mittendrin
LKG - Landeskirchliche Gemeinschaft Grevenbroich
GEHT UND VERKüNDET: DAS HIMMELREICH IST NAHE (Mt 10,7) n Jesu Himmelfahrt wird in der Bibel mit einer beeindruckenden Szene geschildert: 40 Tage lang war Jesu               ach der Au( „Als   er   die   vielen   Menschen   sah,   hatte   er   Mitleid   mit   ihnen;   denn   sie   waren   müde   und   erschöpft   wie   Schafe,   die   keinen Hirten   haben.   Da   sagte   er   zu   seinen   Jüngern:   Die   Ernte   ist   groß,   aber   es   gibt   nur   wenig Arbeiter.   Bittet   also   den   Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Dann   rief   er   seine   zwölf   Jünger   zu   sich   und   gab   ihnen   die   Vollmacht,   die   unreinen   Geister   auszutreiben   und   alle Krankheiten   und   Leiden   zu   heilen.   Die   Namen   der   zwölf Apostel   sind:   an   erster   Stelle   Simon,   genannt   Petrus,   und   sein Bruder   Andreas,   dann   Jakobus,   der   Sohn   des   Zebedäus,   und   sein   Bruder   Johannes,   Philippus   und   Bartholomäus, Thomas   und   Matthäus,   der   Zöllner,   Jakobus,   der   Sohn   des   Alphäus,   und   Thaddäus,   Simon   Kananäus   und   Judas Iskariot, der ihn später verraten hat. Diese   Zwölf   sandte   Jesus   aus   und   gebot   ihnen:   Geht   nicht   den   Weg   zu   den   Heiden   und   betretet   keine   Stadt   der Samariter,   sondern   geht   zu   den   verlorenen   Schafen   des   Hauses   Israel.   Geht   und   verkündet:   Das   Himmelreich   ist nahe.   Heilt   Kranke,   weckt   Tote   auf,   macht Aussätzige   rein,   treibt   Dämonen   aus!   Umsonst   habt   ihr   empfangen,   umsonst sollt ihr geben.“                                                                                                                                (Mt 9,36-10,8) Diese   Bibelstelle   erzählt   von   der   Aussendung   der   Zwölf.   In   seinem   Auftrag   schickt   Jesus   die Jünger   los.   Sie   sollen   das   Himmelreich   verkünden   und   dessen   Nähe   verdeutlichen.   Jesus   trägt ihnen   auf,   genau   das   zu   tun,   was   auch   er   tut.   Er   will   kein   Einzelkämpfer   sein,   sondern   nimmt auch andere mit in die Verantwortung. Auch wir stehen in der Tradition dieser Verantwortung. Nach   mittlerweile   2000   Jahren   ist   die   unmittelbare   Erwartung   des   Himmelreichs   wohl   ziemlich verblasst,   zumal   durch   die   Bilder   von   Terror   und   Krieg   die   Hoffnung   darauf   in   weite   Ferne   zu rücken   scheint.   Aber   gerade   deshalb      sollten   wir   an   dieser   Perspektive   und   an   dem   Auftrag festhalten,   den   Jesus   seinen   Jüngern   und   auch   uns   gegeben   hat.   Wir   sollen   von   Gott   und   von seinem   Wohlwollen   für   die   Menschen   und   für   diese   Welt   erzählen,   und   diese   Worte   auch   mit Taten zu füllen. Wir   haben   seine   Liebe   umsonst   empfangen   und   sollten   sie   auch   umsonst   an   an   unseren Nächsten    weitergeben.    Wir    können    das    immer    und    überall    tun,    denn    kleine    Gesten    und Aufmerksamkeiten   können   schon   sehr   viel   bewirken.   Das   freundliche   Lächeln   am   Morgen,   eine Schulter   zum   Anlehnen   oder   ein   offenes   Ohr   für   Sorgen   oder   Not;   in   all   diesen   Dingen   kann   ein Stück vom Himmelreich erfahrbar werden.