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Landeskirchliche Gemeinschaft Grevenbroich | Vom-Rath-Straße 2 | 41515 Grevenbroich
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Ein Gastbeitrag von Thomas Selle, Düsseldorf Gott ist anders     “Gott ist anders als du denkst” heißt es in einem Lied von Samuel Harfst. Er denkt in anderen Maßstäben, hält sich nicht an unsere Regeln.     Da gibt der HERR Abraham ein Versprechen: “Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben”. (1. Mose 12,7) Aber drei Generationen später waren diese in Ägypten. Als Wirtschaftsflüchtlinge! Und sie blieben dort für Jahrhunderte. Sicher glaubte niemand mehr ernsthaft an das Versprechen, dass ihnen Kanaan gehören soll.     Das hatte sicher etwas von dem Gedanken an die Wiedervereinigung Deutschlands. Wer hat 1988 noch ernsthaft daran geglaubt? Es stand in unserer Verfassung, war Staatsziel, aber wir sind doch Realisten. Und die Teilung war gerade einmal 40 Jahre her. Die Israeliten waren fast 400 Jahre in Ägypten.     Aber dann gab der HERR Mose einen Auftrag, er soll zum Pharao gehen und das Volk aus Ägypten herausführen in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter. (2. Mose 3) Allein das war schon mutig von Mose und unrealistisch nach “normalen” Maßstäben.     In Mose 13 wird dies nochmal konkretisiert: “ Wenn dich nun der HERR bringen wird in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Hiwiter und Jebusiter, das er dir geben wird, wie er deinen Vätern geschworen hat [...]. In 4. Mose 34,2 nennt es der HERR “das Land, das euch als Erbteil zufallen soll; das Land Kanaan nach seinen Grenzen.” Da standen sie schon an den Grenzen und sahen die Soldaten, Waffen und befestigten Städte der Einwohner. Und das Land schenkt ihnen der HERR als Erbe. Schenkt?     Um es nochmal deutlich zu machen, das Land ist ein Erbe, ein Geschenk. Und da stehen nun die ganzen Menschen die dort wohnen und verteidigen sich. Es gibt also Widerstand. Und das obwohl die Juden das Versprechen Gottes hatten. Daher haben sie sich auch mal locker 40 Jahre geziert. Haben nicht geglaubt, dass sie das Land erobern können, bei den Festungen und Bewaffneten.     Aber dann führt Josua das Volk in das gelobte Land. Die erste Stadt Jericho erobern sie durch das Eingreifen Gottes ohne Verluste. Auch in den folgenden Schlachten hilft ihnen Gott und vergibt ihnen immer wieder, wenn sie seine Anweisungen nicht einhalten. Josua ist dabei der Vermittler zwischen Gott und den Menschen. Und so schaffen es die Israeliten das Land zu erobern, schneller und mit weniger Verlusten als es “realistisch” zu erwarten war.     Aber das Entscheidende war, dass sie gehandelt haben. Gott hat ein Versprechen gegeben und die Chancen schienen schlecht zu sein. Solange sie der Zusagen kein Vertrauen geschenkt haben ist nichts passiert. Sie haben 40 Jahre sprichwörtlich in der Wüste verbracht. Erst als sie Gottes Wort ernst genommen haben, gab es Ergebnisse. Unerwartete Ergebnisse wie Jericho und andere unglaubliche Siege.     Dies darf uns Zuversicht geben. Gott steht zu seinem Wort. auch wenn wir es lange vergessen oder verdrängen, wenn wir ihm nicht folgen. Wenn wir dann umkehren und Gott folgen und handeln, dann ist er treu und wir bekommen seinen Segen.   
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