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Landeskirchliche Gemeinschaft Grevenbroich | Vom-Rath-Straße 2 | 41515 Grevenbroich
Gemeinde mittendrin
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Gott will Gemeinschaft mit allen Menschen. Das war schon im Paradies seine Absicht. Und so hat er sich immer wieder  aufgemacht und ist Einzelnen oder Gruppen von Menschen (z.B. dem Volk Israel) erschienen. Aber selbst da, wo er sich  an einen Einzelnen oder eine Gruppe wendet, gilt diese Offenbarung nie für diese Menschen allein.  Als Gott Abraham beruft, wendet er sich an ihn persönlich. „Und ich will dich … machen“ (1.Mose 12,2) Mit ihm will er  Gemeinschaft haben und ihm seinen Segen schenken. Und gleichzeitig dehnt er seinen Segen damit auch auf andere aus:  „... und in dir sollen gesegnetwerden alle Geschlechter der Erde.“ (V. 3) Mit Mose ist es ähnlich. Gott beruft ihn  persönlich,aber er soll das Volk Israel aus der Gefangenschaft in Ägypten befreien. Und der Prophet Jesaja spricht vom  „Knecht Gottes“, der nicht nur die Stämme Jakobs (also das Volk Israel) aufrichten, sondern ein Licht für die Nationen  sein soll (Jes 49,6). Dort wo sich Gott offenbart, sollen die Erwählten immer ein Zeugnis für ihn sein und den Segen, der  damit einhergeht, an andere weitergeben. Der Theologe Th. Vriezen schreibt dazu: „Das Volk ist nicht um seiner selbst willen da, und Gott hat ihm nicht einen  besonderen geschichtlichen Ort gegeben, damit es sich an diesem für sich selbst vergnüge, sondern allein, damit es ihm  und seinen Reich die Bahn bereite.“ Das geht natürlich nur in der Auseinandersetzung mit den anderen; also durch  Abgrenzung oder noch besser durch Integration. Israel sollte die Fremden in das eigene Heil einschließen. Die Sabbat-Ruhe galt für alle Menschen in Israel. Die guten  Ordnungen und Gaben, die Gott seinem Volk gegeben hatte, sollten auch denen zugute kommen, die (noch) nicht  dazugehörten. Natürlich war damit nicht einfach eine Gleichstellung verbunden. Das Passah-Fest – das Vorbild für den  neuen Bund in Jesus Christus – durften Ausländer nicht mitfeiern. Sie müssten sich dafür erst ganz in die Gemeinschaft  des Volkes Israel eingliedern und sich beschneiden lassen. Und der Gott Israels ist immer auch ein eifersüchtiger Gott,  der keine anderen Götter neben sich zulässt. Eine Gemeinschaft zwischen denen, die dem wahren Gott dienen, und  solchen, die Götzen anbeten, ist ausgeschlossen.  In der Geschichte Israels, wie wir sie in der Bibel beschrieben finden, wird deutlich, dass immer wieder Menschen den  Weg gewählt haben, sich dem Gottesvolk anzuschließen. Es gab die, die sich dem Volk beim Auszug aus Ägypten  anschlossen, oder jene, die von der Macht Gottes überwältigt waren, wie die Prostituierte Rahab.  Wie geht es uns mit diesem Gedanken, dass das Heil nicht allein für uns, sondern auch für andere ist? Was könnten wir  tun, damit Menschen sich bei uns nicht nur wohlfühlen, sondern auch in das Heil eingeschlossen werden?  Euer Jürgen
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