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Landeskirchliche Gemeinschaft Grevenbroich | Vom-Rath-Straße 2 | 41515 Grevenbroich
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Wenn jemand Jesus kennenlernen möchte, dann empfehlen wir ihm, die Evangelien zu lesen. Das sind die  vier biblischen Bücher, die jeweils einen Bericht über sein Leben geben. Dort erlebt man Jesus hautnah;  wie er predigt und heilt, Dämonen austreibt und Brot austeilt. Diese Berichte erzählen von den wesentlichen Aspekten seines Lebens von der Geburt bis zum Tod und seiner Auferstehung. Dabei ist das, was es von und über Jesus zu sagen gibt, nicht nur in den Evangelien aufgeschrieben. Er  selbst macht deutlich, dass sich im Grunde alles in der Bibel auf ihn bezieht. Er sagt den Jüngern auf dem  Weg nach Emmaus: „Als ich bei euch war, habe ich euch erklärt, dass alles, was bei Mose, bei den  Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht, in Erfüllung gehen muss.“ (Lukas 24,44) Also  finden wir Jesus schon im Alten Testament? Man sollte den Glauben nicht auf die leichte Schulter nehmen.  Der Apostel Paulus hat schon manchmal sonderbare theologische Gedankengänge. Als er die Christen in  Korinth daran erinnert, wie Mose das Volk Israel durch die Wüste geführt hat (1. Korinther 10,1 - 5), schreibt er auch: „Sie aßen alle die gleiche Nahrung, die Gott ihnen durch ein Wunder schenkte, und tranken aus  dem ihnen von Gott geschenkten Felsen, der sie begleitete, und dieser Fels war Christus.“ (V. 3 - 4) Paulus will seine Leser davor warnen, die Gnade Gottes gering zu achten. Er vergleicht die Christen mit  dem Volk Israel. Die Israeliten hatten eine Taufe erlebt - den Durchzug durch das Rote Meer - und feierten  das Abendmahl, indem sie das Manna in der Wüste aßen. Gott war auch damals unter seinem Volk  gegenwärtig. Aber es hat seine Führung abgelehnt. Deshalb sind viele in der Wüste gestorben. Paulus  möchte nicht, dass es den Korinthern auch so geht. Beim Lesen dieser Zeilen gewinnt man den Eindruck, als wären die geschichtlichen Fakten über das Volk  Israel auch den Christen in Korinth bekannt, obwohl die Gemeinde dort hauptsächlich aus Heiden bestand.  Paulus will sichergehen, dass die Leser seines Briefes die Bedeutung dieser Ereignisse für ihr Leben  verstehen. Denn offensichtlich - zumindest für ihn offensichtlich - handelte Gott damals in Israel genauso  wie unter den Korinthern. Für Paulus lebte Jesus schon damals mitten unter dem Volk. Das Manna ist ein  Bild für ihn, der das wahre Brot und die Quelle des Lebens ist (vgl. Joh 6,35). Das Volk braucht einen Retter  Die Eroberung des Landes Kanaan unter Josua hat ihren Hintergrund in Gottes Bund mit Abraham. Er  entschied sich, die verlorene Welt durch Abrahams Nachkommen zu retten. Zu diesem Versprechen gehört  auch der Segen Gottes und der Besitz des Landes (1. Mose 13,15). Unter Josua, dem Nachfolger Moses,  als Anführer, gelingt es dem Volk, das Land in Besitz zu nehmen. Das Volk verliert aber dieses Land wieder  wegen seines Ungehorsams gegenüber Gott. Damit das Land ewig im Besitz Israels bleiben kann, wird der  Messias das Land befreien. Laut dem Propheten Jesaja wird der Knecht Gottes wie ein zweiter Josua das  Land erneut in Besitz nehmen (Jesaja 49,8f). Jesus ist die griechische Form des hebräischen Namens Josua. Und so wie Josua Israel zum Sieg über  seine Feinde geführt und in das Land gebracht hat, so tat es auch Jesus. Aber erst unter ihm kommt das  Volk Gottes auch zur versprochenen Ruhe (Hebräer 4,8 - 9). Das Alte Testament hält viele Lektionen für uns bereit. Damals wie heute war der Glaube gefordert. Und  auch damals schon lag alles an der Gnade Gottes, die sich in Jesus vollkommen offenbart hat.
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