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Landeskirchliche Gemeinschaft Grevenbroich | Vom-Rath-Straße 2 | 41515 Grevenbroich
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“Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner  Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.” (Matthäus 13, V.44)  Leidenschaftlich glauben  Leidenschaft ist ein großes Wort für das, was ich in meinem Glaube empfinde. Er fühlt sich eher normal an, so  wie Alltag. Das, was ich jeden Tag lebe. Er ist eine Gewohnheit, vertraut, geliebt, wertvoll. Aber sicher nicht  jeden Tag voller Leidenschaft. Deshalb rüttelt mich dieses Gleichnis Jesu auf.  Ein Mensch findet einen Schatz auf einem Acker. Vielleicht beim Pflügen? Aber der Acker gehört ihm nicht.  Ist er darüber gestolpert, als er ihn überquerte? Gut möglich wenn der Acker in diesem Jahr nicht  bewirtschaftet wurde. Wir wissen es nicht und stolpern so schon über den ersten Halbsatz. Gut so: Jetzt sind  wir wach und aufnahmebereit! Der Schatz ist gefunden und wird gleich wieder vergraben. Niemand soll es wissen und sehen. Das ist  merkwürdig. Und auch wieder nicht. Denn alles muss mit rechten Dingen zugehen. Erst muss einem der Acker  gehören. Dann darf man das behalten, was sich darin befindet. So muss es sein. So passiert es auch!  Spannend ist es, weil wir hier von der Freude lesen. Freude über einen solchen Fund ist ja normal und  verständlich. Wer würde sich da nicht freuen? Ein Schatz - ein Topf voll Gold, wertvollen Münzen und edlen  Steinen vielleicht. Den Jubel kann sich jeder ausmalen.   Alles hat seinen Preis Aber es wird noch einmal eng für uns. Ich komme ins Nachdenken, wenn ich den Preis des Ackers betrachte:  Er ging hin und verkaufte alles, was er hatte! Alles? Wirklich alles? Ja - alles. Das ist der Preis: Haus und Hof,  die Schätze, die man schon gesammelt hat, schöne Erinnerungen. Einfach alles, was man sich im Schweiße  seines Angesichtes verdient hat. Das muss jetzt weg. Für diesen Schatz. Hoffentlich ist er es wert!  Das Evangelium wird ja als Freudenbotschaft bezeichnet. Weil es davon erzählt, wie man in das Reich Gottes  kommt. Dass man sich über solch gute Nachrichten freut ist wohl klar. Aber wenn ich sehe, was mich der  Eintritt kostet, dann habe ich großen Respekt vor dieser Entscheidung. Und ich merke, dass diese Freude  richtig gross sein muss, größer als alles, was der Mensch vorher erlebt hatte.  Mit dieser Freude und Leidenschaft möchte ich immer wieder neu leben. Im Alltag könnte ich leicht vergessen,  welche Freude ich am Anfang hatte und auch den Preis, den ich bezahlen musste. Hier wird es mir wieder  deutlich. Das facht meine Leidenschaft neu an. Denn das Reich Gottes ist es allemal wert.  Dein Jürgen.
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