Unser Thema
Gemeinde mittendrin
LKG - Landeskirchliche Gemeinschaft Grevenbroich
Ostern verstehen…     ...eine Erklärung für Kinder! Für   einige   Menschen   bedeuten   die   Feiertage   ein   gemütliches   Beisammensein   mit   der   Familie   und   Spaß   bei   der Ostereiersuche. Andere nutzen die Zeit für eine Urlaubsreise oder lange Spaziergänge in der Frühjahrssonne. Für   Christen   ist   Ostern   das   wichtigste   Fest   des   Jahres.   Es   ist   sogar   wichtiger   als   Weihnachten.   In   dem   Ereignis der   Osternacht   vor   über   2.000   Jahren   liegt   die   Wurzel   ihres   Glaubens.   Im   Christentum   beginnt   die   Osterzeit daher in der Osternacht von Samstag auf Sonntag und endet Pfingsten. Die   Leidensgeschichte   Jesu   Christi   ist   eine   Abfolge   von   Ereignissen.   Es   beginnt   damit,   dass   die   religiösen Führer   Jerusalems   den   Tod   des   Mannes   aus   Nazareth   beschließen.   Jesus   hatte   es   gewagt,   ihr   Handeln öffentlich   zu   missbilligen.   Außerdem   sind   die   Priester   neiderfüllt,   weil   ein   einfacher   Zimmermann   so   viele Menschen   mit   seiner   Lehre   von   der   Güte   Gottes   begeistert.   Jesus   weiss,   was   passieren   wird.   Er   erzählt   seinen zwölf Jüngern, dass er verraten, verhaftet und gekreuzigt wird. Die   Jünger   sind   fassungslos   und   glauben   es   nicht.   Und   doch   geschieht   es   genau   so,   wie   es   Jesus   voraussagt: Judas,   einer   der   Zwölf,   verrät   ihn   für   30   Silberlinge   an   die   Hohenpriester.   Noch   in   der   darauf   folgenden   Nacht wird   Jesus   im   Garten   Gethsemane   verhaftet.   Am   nächsten   Tag   verhören   ihn   die   Männer   des   Hohen   Rats. Anschließend   verurteilt   ihn   der   römischen   Statthalter   Pontius   Pilatus   zum   Tod   durch   Kreuzigung.   Auf   dem Hügel   Golgatha   vor   den   Mauern   Jerusalems   wird   Jesus   von   Nazareth   in   aller   Eile   ans   Kreuz   genagelt.   Er   stirbt noch   am   selben   Abend,   aber   sein   Tod   ist   grausam   und   qualvoll.   Nach   jüdischer   Sitte   legen   seine   Anhänger den    Leichnam    in    ein    Felsengrab.    Doch    als    Maria    Magdalena    am    Sonntag    mit    anderen    Frauen    zu    der Totenstätte   kommt,   ist   das   Grab   Jesu   leer.   Die   Trauer   und   Zweifel   der   Gläubigen   weichen   der   Freude   und Zuversicht: „Jesus Christus ist auferstanden!“ Aus Jesus von Nazareth wird Jesus Christus, der Gesalbte. In    dem    Glauben,    dass    alles    so    stattgefunden    hat    und    dass    es    möglich    ist,    liegt    der    Grundstein    des Christentums.   Es   ist   das   Bekenntnis   der   Menschen   zu   Gott   und   Jesus   Christus,   seinem   von   ihm   gesandten Sohn.   Christen   sehen   in   der   Auferstehung   Jesu   Christi   die   Nachricht:   Gott   will   das   Leben!   Die   Auferstehung besiegt   den   Tod.   Jeder   Mensch,   der   an   Gott,   Jesus   und   den   Heiligen   Geist   glaubt,   überwindet   Schmerz,   Trauer und Tod. Er muss sich vor nichts mehr fürchten. Jedes   Ende   ist   ein   neuer   Anfang.   Dieses   Versprechen   Gottes   gilt   bis   in   alle   Ewigkeit.   Das   ist   die   christliche Botschaft am Ostersonntag. Im Johannesevangelium im Neuen Testament steht die gute Nachricht: Jesus spricht: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und sich auf mich verlässt, wird niemals sterben, in Ewigkeit nicht.“ (Johannes 11, 25)