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Landeskirchliche Gemeinschaft Grevenbroich | Vom-Rath-Straße 2 | 41515 Grevenbroich
Gemeinde mittendrin
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Psalm 131 — Eine Meditation „Ein Lied für die Pilgerfahrt nach Jerusalem. Ein Psalm Davids.“ Herr, wenn ich Dir begegnen will, dann muss ich mich auf einen Weg machen. Ich wandere hinauf nach Jerusalem. Du bist nicht auf Knopfdruck erreichbar. Es kostet mich die Anstrengung einer Reise. So wie ich für den Urlaub packe, so bereite ich mich darauf vor, zu Dir zu kommen. Wie viel bin ich heute bereit dafür auszugeben? Was darf es mich an Zeit und Geld überhaupt kosten? „Herr, mein Herz ist nicht stolz und meine Augen schauen nicht auf andere herab.“ (V.1a) Ich packe keine Koffer. Ich muss nichts mitnehmen, wenn ich zu Dir komme. Im Gegenteil, ich lasse los. Ich nehme meine Leistungen und Anschaffungen nicht mit. Was gäbe es, was ich Dir bringen könnte? Ist nicht auch mein Erfolg nur durch Deine Gnade möglich? Ich vergleiche mich nicht mit anderen. Wir sind Brüder und Schwestern, auch wenn wir aus unterschiedlichen Richtungen zu Dir kommen. Keiner ist besser als der andere. Wir alle haben den Makel, dass wir Deinen Ansprüchen nicht genügen. Warum fällt mir Demut dann so schwer? Was würde ich gern doch mitnehmen und Dir zeigen? Sind es meine Siege oder meine Niederlagen? „Ich beschäftige mich nicht mit Dingen, die zu groß oder zu wunderbar für mich sind.“ (V. 1b) Ich blicke nicht auf das, was ich gar nicht kontrollieren kann. Erst dann bin ich frei nach meiner Bestimmung zu leben, wenn ich das verlasse, was von Anfang an nicht mein Auftrag war. So fühlt sich das Abschiednehmen an. Wo mache ich mir Sorgen über Dinge, auf die ich keinen Einfluss habe? Wo versuche ich Dinge zu kontrollieren, auf die ich kein Recht habe? Wofür bin ich wirklich verantwortlich und wofür nicht? „Ich bin ganz still und geborgen, so wie ein Kind bei seiner Mutter. Ja, wie ein Kind, so ist meine Seele in mir.“ (V. 2) Ich gehe nicht allein. Wie ein Kind an Deiner Hand führst Du mich den Weg zu Dir. Ich kenne den Weg ja nicht, wei nicht, was mich erwartet, weiß nur, an wessen Hand ich geh. Das muss mir auch genügen. Was macht meinen Alltag eigentlich so hektisch? Warum gelingt es mir nicht, echten Frieden zu finden? „Israel, hoffe auf den Herrn — von nun an bis in Ewigkeit!“ (V. 3) Ein Ruf an mich! Geh los! Vertraue Gott in allen Lebenslagen. Wenn ich jetzt aufstehe und an die Arbeit gehe, soll diese Hoffnung meinen Tag bestimmen.
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