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Landeskirchliche Gemeinschaft Grevenbroich | Vom-Rath-Straße 2 | 41515 Grevenbroich
Gemeinde mittendrin
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Als die Jünger Jesu schon eine ganze Weile mit ihrem Herrn und Meister unterwegs waren, wurde die Frage  laut, wer der Beste sei. Lukas schreibt es in seinem Evangelium so: “Die Jünger stritten sich darüber, wem  unter ihnen der erste Platz zusteht.” (Lk 22,24) Sie wollten etwas gelten und mit Jesus die Macht und  Vorherrschaft in seinem zukünftigen messianischen Königreich teilen. So hatten sie es sich zumindest gedacht.  Typisch menschlich, männlich oder so!   Jesus ist anders Ganz anders! Das hat er schon häufiger bewiesen. Er heilt Kranke, speist Hungrige und weckt Tote wieder zum  Leben auf. Er stellt die bestehenden Verhältnisse auf den Kopf. Zum Glück! Wenn man das Lukas-Evangelium  vom Anfang bis zu diesem Punkt gelesen hat, sollte einen das nicht mehr verwundern.  Aber wie? Jesus stellt nicht einfach nur die Welt auf den Kopf. Er stellt Systeme in Frage. Er bringt uns in eine kreative  Spannung. Auch in der Frage von “Größe” und “Bedeutung” und “Leitung”.  Jesus ist ja nicht grundsätzlich dagegen, dass geleitet und sogar geherrscht wird. Er ist ja selbst “der Herr”!  Er beansprucht Autorität und Herrschaft. Über Menschen und sogar über die Natur. Das erkennen auch seine  Jünger und fragen sich: “Was ist das für ein Mann, dass ihm Wind und Meer gehorsam sind?” (Mt 8,27)  Interessanterweise gilt aber auch das andere! Auch Jesus erkennt Autotität an. Auf die Frage nach der  Berechtigung von Steuern sagt er: “Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört.” (Lk 20,25) Kein Wunder, dass sie  auch darüber so überrascht waren, “dass sie nichts mehr zu sagen wussten.” (V26)  Konsequenzen der Herrschaft  Wenn man Herrschaft auf diese Art und Weise versteht, hat das Konsequenzen. Auf dem geistlichen Spielfeld  ist die Frage nach großer Nützlichkeit und Belohnung mit der Frage nach großem Leiden verbunden. Das sehen  wir am deutlichsten am Leben des Apostels Paulus beschrieben. Er war ein erfolgreicher Leiter. Er verkündigte  das Evangelium vor Tausenden. Und er wurde gesteinigt, geschlagen und war auch auf seinen Reisen häufig in  Todesgefahr. Womöglich stehen wir in ähnlicher Gefahr wie Paulus, wenn wir anfangen, so wie er zu leben. Wer leitet, der dient anderen. Das ist leicht so dahin geschrieben. Es findet sich aber im Leben Jesu  bestätigt. Das heißt, die Interessen anderer vor die eigenen zu stellen. Das fängt bei der einfachen Frage:  “Was meinst du dazu?” an. Das heißt auch, die Bedürfnisse des anderen vor die eigenen zu stellen. “Kann ich dir  helfen?”, ist eine sehr gefährliche Frage in diesem Zusammenhang. Denn es besteht immer die Gefahr, das  jemand diese Hilfe annimmt.  Erfüllung finden  Jesus bestätigt seinen Jüngern, dass sie so wie er leiden müssen: “Ihr werdet den Kelch trinken, den ich auch  trinke.” (Mt 20,23) Beim aufmerksamen Lesen der Apostelgeschichte werden wir in ihr Leben, d.h. ihre Taten  und ihre Leiden, mit hineingenommen. Aber Jesus bestätigt noch mehr:  “Ihr seid mir in diesen Tagen der Gefahr und der Anfechtung treu geblieben. Deshalb verspreche ich  euch: Ihr werdet mit mir zusammen in meinem Reich herrschen, das mein Vater mir übergeben hat.” (Lk 22,29) Eine spannende Herausforderung! Nicht nur für die Jünger damals. Auch für uns heute. Aber der Lohn ist es  wert.  Dein Jürgen.
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