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Landeskirchliche Gemeinschaft Grevenbroich | Vom-Rath-Straße 2 | 41515 Grevenbroich
Gemeinde mittendrin
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“Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.” (Markus 3,35) Warum man nicht einfach tun kann, was man für richtig hält. Jesu Liebe zu Gott und den Menschen äußert sich darin, dass er sein Leben einem Auftrag unterstellt. Auf die Frage der Pharisäer, warum sich Jesus mit Zöllnern und Sündern an einen Tisch setzt, antwortet er: “Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.” (Mk2,17) Jesus tut bestimmte Dinge. Andere lässt er. In der Abhängigkeit von seinem himmlischen Vater kann Jesus  entscheiden, was zielführend ist und was nicht.   Als Jesus in Kapernaum ist und die Menge an Kranken und Besessenen so groß ist, dass Markus schreibt: “Und die  ganze Stadt versammmelt vor der Tür.” (Mk 1,33) Sagt Jesus: “Lasst uns anderswohin gehen, in die nächsten Städte,  dass ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen.” (V.38) Aber er lässt sich auf dem Weg nach Jerusalem  auch von Bartimäus,dem Blinden, aufhalten, als viele aus der Menge ihn auffordern, still zu sein. (Mk 10,46ff)  Jesus weiß, was es heißt, mit einem Auftrag zu leben. Und als er seine Jünger beruft, erwartet er nichts anderes als dass sie sich auch diesem Auftrag unterstellen. “Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!” (Mk 1,17) Nicht alle wollen das. Nicht alle können das. Es gibt die 12 Jünger, die drei Jahre bei ihm sind. Sie unterstellen sich diesem Auftrag ganz. Sie sind drei Jahre mit  Jesus unterwegs. Dann gibt es Jesu Freunde; Lazarus und Martha und Maria. Bei ihnen ist Jesus gern zu Gast. Sie  folgen ihm so nach wie die Zwölf. Aber sie lieben ihn mindestens genauso. Und es gibt auch Menschen wie den  reichen Jüngling (Mk 10,17). Er wendet sich von Jesus ab. Er und andere sind Menschen mit Einwänden, die gern  folgen würden, es aber aus bestimmten Gründen nicht können.   Nicht immer sind diese Menschen leicht von einander zu unterscheiden. Ein Beispiel aus Thailand soll das  verdeutlichen: An der roten Ampel stehen alle Motorräder in der gleichen Richtung. Aber bei Grün preschen alle auf  ihren Weg davon. Jeder für sich. Je schneller, desto besser. Ein Bus braucht beim Losfahren sicher etwas länger als  ein Motorrad. Aber alle, die im Bus sitzen, haben ein Ziel und sind gemeinsam unterwegs.  Wenn die Liebe Jesu eine Gemeinschaft prägt, dann heißt das, dass wir uns einem gemeinsamen  Auftrag unterstellen. Wir handeln nicht selbständig und unabhängig, sondern in Beziehungen und mit einer  gemeinsamen Blickrichtung. Denn was wir tun hat Auswirkung auf die anderen.  Manchmal nur auf Zeit. An einer Station steigt man zu. An einer anderen Haltestelle wieder aus. Aber solange man  dazu gehört, ist man gemeinsam unterwegs. Gemeinschaft ist auf Zeit. Solange man einen gemeinsamen Auftrag,  eine gemeinsame Vision hat. Ich wünsche uns diese gemeinsame Sichtweise. Und dass wir auch gemeinsam unterwegs sind. Dann lieben wir auch so, wie Jesus uns geliebt hat.  Dein Jürgen.
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